Wie ist „A.L.P.A.P.S.– Special Olympics Luxembourg“ entstanden?

Unter der Bezeichnung „A.L.P.A.P.S. – Sport mat Suergekanner“ wurde 1979 anfangs ein Verein gegründet. 1981 kam es dann zum Statut eines Verbandes. Seit 1990 trägt der Sportverband den Titel von Special Olympics, doch der Zusatz A.L.P.A.P.S. blieb erhalten. Die Idee war damals,  auch diesen Personen regelmäßige Sportmöglichkeiten anzubieten. Heute gibt es keine Altersgrenze mehr nach oben. Jeder ab 8 Jahren kann bei uns mitmachen. Wir haben sogar mehr Erwachsene als Jugendliche und Kinder und würden uns über jungen Nachwuchs freuen. Das Wort „Suergekanner“ ist nicht mehr zeitgemäß. Jeder Mensch besitzt Fähigkeiten – Behinderte genauso wie Nicht-Behinderte. Der Fokus wird also nicht mehr auf Schwächen gelegt. Deshalb sprechen wir auch von Sportlern.

Wie funktioniert der Verband?

Wir arbeiten wie jeder andere Sportverband. Wir sind dem COSL (Comité Olympique  et Sportif Luxembourgeois)  angegliedert und gehören der internationalen Vereinigung der Special Olympics an.

Mit Ausnahme einer Teilzeitkraft als administrative Sekretärin, die vom COSL und vom Sportministerium teilweise finanziert wird, funktionieren wir ausschließlich dank freiwilligen Helfern und Spenden. Wir sind auf Spenden angewiesen, um beispielsweise die Teilnahme an Wettkämpfen im Ausland zu finanzieren. Insbesondere Flugtickets können dabei schnell ein Loch in die Kasse reißen.

Unsere rund 400 aktiven Sportler werden von zahlreichen Freiwilligen betreut, von denen manche viel Zeit dafür opfern. In den Sportarten, die wir anbieten, findet jede Woche eine Trainingseinheit statt. Dafür benötigen wir langfristig engagierte Trainer. Sonst wird es schwierig den Betrieb in einer Sportart zu garantieren.

Was ist Ihre größte Herausforderung?

Inklusion durch Sport. Wir sind überzeugt, dass Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung oft über nicht geahnte Fähigkeiten verfügen. Wir geben ihnen die Gelegenheit diese öffentlich zu zeigen. Anhand der Leistungen kann man nicht erkennen, wer zu den Behinderten gehört und wer nicht, da auch Special Olympics Sportler sehr ansprechende Leistungen erbringen. In einer inklusiven Gesellschaft bleibt die Verschiedenheit jedoch bestehen und muss als Normalität betrachtet werden. Wichtig ist die uneingeschränkte Beteiligung am Sport und am gesellschaftlichen Leben. Und genau das ist unser oberstes Ziel.

www.specialolympics.lu